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„SORGE DAFÜR, DASS NUR DEINE WAHRHEIT UM DIE WELT GEHT!“

Der G20-Gipfel ist vorbei, die Spuren verblassen. Nun geht es an die Aufarbeitung der Krawalle – in Gesellschaft und Politik. Die Linke ist landauf, landab in die Enge getrieben, sie hat nach drei Chaosnächten viel Verständnis und Sympathie verloren. Linksextremismus sei ein aufgebauschtes Problem, meinte einst die heutige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Langsam merkt auch der Letzte, dass Frau Schwesig einer katastrophalen Fehleinschätzung unterlag.

Vor diesem Hintergrund wundert es wenig, dass vermehrt über sog. „Polizeigewalt“ diskutiert wird. Man könnte meinen, hier werden ganz bewusst Nebelkerzen geworfen, um wieder die Deutungshoheit zu erlangen. Doch um eines vorweg klarzustellen: Jeder Verdacht einer Straftat während des G20-Gipfels muss aufgeklärt werden, das gilt selbstverständlich und uneingeschränkt auch dann, wenn ein Polizeibeamter im Verdacht steht eine Straftat begangen zu haben.

Nun kursieren zunehmend Bilder und Videomitschnitte der Antifa und ähnlicher Organisationen. Ich habe große Zweifel an deren Aussagekraft – und nicht nur, weil es nur sekundenlange Momentaufnahmen sind:

Gemeinsam mit Nico Maaß, Mitglied des RCDS-Landesvorstandes, ging ich am Mittwoch unmittelbar vor dem Gipfelwochenende spätabends am Jungfernstieg entlang. Wir wurden Zeugen als sich offensichtlich „spontan“ eine Gruppe von ca. 100 Personen zwischen dem Hamburger Hof und dem Alsterpavillon auf die Fahrbahn stellten, teilweise setzten. Kurz darauf bildete sich eine Kette von Polizeibeamten, die den Jungfernstieg in Richtung Gänsemarkt/Colonnaden absperrte. Nico und ich hatten einen sehr guten Blick auf Demonstranten und auf die Polizei.

Wir konnten sehr gut erkennen, wie gerissen und mit welchem Kalkül einige linke „Aktivisten“ vorgegangen sind.

1. „Provoziere!“

Die Demonstranten skandierten: „GANZ HAMBURG HASST DIE POLIZEI!“ Oder: „WIR SIND FRIEDLICH, WAS SEID IHR?“ Einzelne Demonstranten gingen auf Polizisten los, aber sehr kontrolliert. Sie schrien Beamte an, kamen ihnen bis auf ganz wenige Zentimeter nahe. Die Polizei griff dennoch nicht ein. Die Beamten standen rührungslos in ihrer Linie. Also wurden die Demonstranten lauter, sie schrien vermehrt auf Beamte ein, suchten sich – aus meiner Wahrnehmung – ganz bewusst die Beamten, die besonders groß und kräftig wirkten. Dennoch tat die Polizei nichts – also musste ein Flaschenwurf her. Natürlich kam der Werfer nicht aus der ersten Reihe, sondern es war einer, der sich in der Gruppe verstecken und direkt nach seinem Wurf rennend weiter von der Polizei entfernen konnte. Kurz darauf ging der Flaschenwerfer mit einem Grinsen im Gesicht wieder in die Menge. Im Verlauf der „Versammlung“ traf eine weitere Glasflasche einen Einsatzwagen. Eine dritte Glasflasche wurde geworfen als die Polizei ihre Linie auflöste und abrückte – nur knapp verfehlte sie den Hinterkopf eines Beamten. Kaum war die Polizei abgerückt, verloren die ersten aufrechten Demokraten die Lust und zogen davon.

2. „Produziere Dich!“

Kurz nach dem ersten Flaschenwurf und nachdem die Breitschaftspolizisten abgerückt waren, lief eine BF-Einheit auf. Jeweils eine Person wurde gezielt von der BFE rausgegriffen und festgenommen. Die beiden Personen, die festgenommen wurden, haben sich hinfallen lassen, sie haben um sich geschlagen. ‚Begleitet‘ wurden dieser Einsatz von hochprofessionell ausgestatteten Kamera-Teams der Demonstranten. Kameras, verschiedene Objektive, Stative – und natürlich war auch für eine gute Belichtung gesorgte. Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Lichter bei Flaschenwürfen erloschen, die Kameras sanken. Einmal als ein Demonstrant auf einen Beamten direkt am Alsterpavillon einschrie, stand hinter ihm ganz in der Nähe schon ein „Kameramann“ bereit. Die Kamera wurde nach unten gehalten, doch er beobachtete die Situation ganz genau. Als der Schreihals abzog, zog auch der Kameramann mit ihm ab.

3. „Sorge dafür, dass nur DEINE Wahrheit um die Welt geht!“

Neben uns saß ein anderer, uns unbekannter Mann. Irgendwann wollte er die Situation mit einem Video einfangen. Sehr schnell bemerkte ein älterer Mann mit schwarzem Antifa-Shirt, dass eine Handykamera auf die Menge gerichtet ist. Er kam sofort rüber, baute sich vor dem Handyfilmer auf, brüllte rum und forderte ihn ziemlich unfreundlich auf, dass er Bildaufnahmen seiner Person „widerspreche“. Es war sehr skurril, die Ansage des Demonstranten war nicht authentisch; sie wirkte aufgesetzt und einstudiert. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass man den Mann mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auf dem Video gar nicht erkannt hätte, weil er viel zu weit entfernt war – die Gesamtsituation hätte er aber ganz gut einfangen können. Mein Handyakku war leider leer…

Fazit: Wenn von Polizeigewalt gesprochen und von Antifa o.ä. ihre eigenen „Beweise“ vorgelegt werden, würde ich das nur mit großer Vorsicht genießen. Es ist nicht auszuschließen, dass solche Beweise gestellt sind und nur einen Teil der Wirklichkeit darstellen. Was ich an jenem Mittwoch gesehen habe war die Perversion von Demokratie und Versammlungsfreiheit. Bitter!

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